PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby Neonsquare » Sun 19 Feb 2012 12:32

"abschmieren"
=> Wichtig! Meldung an die Hubers. Daten zu solchen Dingen sind für Entwickler tatsächlich Gold wert.

Einstellungsebenen sollten bei PSD in Aperture nicht verloren gehen - der Grund dafür ist schlicht und einfach: Aperture verändert keine PSD-Dateien - insofern bleibt auch darin alles so wie vorher in PhotoLine oder PhotoShop erzeugt. Was jedoch manchmal passiert ist, dass Aperture eine neue Arbeitskopie der PSD erzeugt - das resultierende PSD ist ein aus dem alten neu erzeugtes und hat keine Ebenen & Co. Deshalb ist es eigentlich zuverlässiger PSD-Dateien nur als referenzierte Dateien einzubinden und stets über "In Finder anzeigen" zu lokalisieren und von dort zu öffnen. Übrigens: Wenn Du eine Arbeitskopie, die in PL/PS bearbeitet wurde Anpassungen in Aperture vornimmst, dann werden die stets auf die AKTUELLE PSD-Fassung angewandt (beim Export oder Darstellung). Öffnest Du das PSD dieser Arbeitskopie in PL/PS, dann siehst Du diese Anpassungen nicht.

Der Verlust an "Einstellungsebenen" liegt generell nicht an Aperture sondern an PhotoLine, bzw. dessen PSD-Export. Das PSD-Format ist sehr komplex und die vielseitigen Möglichkeiten in PhotoLine lassen sich nicht immer gut als Photoshop-Datei speichern. PhotoLine versteht beim PSD-Import (!) bei weitem mehr als beim PSD-Export. Der PSD-Export ist da wirklich leider sehr begrenzt. Soweit ich das zuletzt betrachtet habe müssten ein paar einfache Rasterebenen mit jeweiligen Ebenenmodi (z. B. "Hartes Licht") jedoch gehen. So könntest Du z. B. mit einem Hochpassfilter schärfen - musst aber die gefilterte Ebene fixieren. Bei einem erneuten öffnen kannst Du diese Ebene dann einfach löschen und neu erzeugen. Leider gingen bei meinen letzten Tests Masken überhaupt nicht gut.

Mit Photoshop zusammen funktioniert Aperture so gesehen wirklich ziemlich gut - vorausgesetzt man macht sich ein paar Gedanken um seinen Workflow (PSDs referenziert usw.). Mit PhotoLine geht es leider nicht so gut, weil Aperture PLDs nicht ablegen kann (leider...) und weil die PSDs aus PhotoLine zuviele tolle Features des Programmes verwerfen. Im Moment versuche ich einen Workflow zu etablieren, wo ich PSDs referenziert ablege und immer daneben direkt PLDs speichere. Wenn ich Zeit und Muße habe, dann würde ich ein Plugin schreiben, welches beim öffnen eines referenzierten PSDs stattdessen das PLD öffnet. Mit einer Aktion in PL könnte ich dann eventuell einen eigenen "Speichern"-Button bauen, der das PSD auch mit überschreibt (vielleicht auch vereinfacht auf eine Ebene usw.).
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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby ObiTobi » Sun 19 Feb 2012 13:25

Tja, so richtig alles will und wird wahrscheinlich nie funktionieren.
Die ganze Problematik sehe ich ganz klar bei Aperture, hilft mir aber erst mal auch nicht weiter.
Auf jedem Fall funktioniert Aperture besser mit PhotoLine wenn man PSD als Dateiformat verwendet besser als mit PhotoShop. Ich schaue mir das ganze noch gut eine Woche lang, vielleicht auch zwei und wenn ich für mich und mein Workflow kein gangbaren Weg finde, schmeisse ich wohl das ganze weg und werde mich mit Lightroom und PhotoShop anfreuen (müssen).

Media Pro scheidet nach dem was ich so gelesen habe für mich schon aus. Es hat wohl einen rudimentären RAW-Konverter dabei oder man kann gerne "capture One" einbinden. Beides sind für mich NoGo.

Gruß Robert
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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby Neonsquare » Sun 19 Feb 2012 16:21

ObiTobi wrote:Tja, so richtig alles will und wird wahrscheinlich nie funktionieren.
Die ganze Problematik sehe ich ganz klar bei Aperture, hilft mir aber erst mal auch nicht weiter.


Nun - der von Dir im Eingangspost aufgezeichnete Workflow ist zusammen mit Aperture meiner Meinung nach recht sinnlos. Für meine Zwecke (!) sind dabei 4,5,6,7,8 völlig unnötig. Und das Handling von Web/Print ebenfalls. Das hat mehrere Gründe:

1) Das Rauschproblem und andere Kameraprobleme stellt sich mir offenbar nicht so sehr, als dass ich da mit PhotoLine jedes Bild bearbeiten muss. Im Normalfall sind nur Anpassungen in Aperture nötig.
2) Das resultierende Foto ist verwendungsunabhängig - ich optimiere in Aperture nicht für Print oder Web - Bei Aperture wird ja erst beim Export darüber entschieden.

D.h. Die meisten der Fotos (pro Session locker 1000) sehen PhotoLine niemals - weil sie lediglich in der Aperture-Bibliothek importiert, verwaltet und korrigiert werden. Bei manchen Landschafts-/Architekturaufnahmen benötige ich eine Objektivkorrektur, die Aperture leider nicht mitbringt - dann wird einmal eine neue Arbeitskopie durch PTLens gejagt. Bei einigen wenigen ist tatsächlich mal das Rauschen ein Problem (Anzahl unter Promillebereich) - dann wird das Bild einmal durch Neat Image gejagt. In allen Fällen ist das Resultat gewissermaßen der neue Ausgangspunkt - also gewissermaßen das eigentliche "Original". Die Varianten werden jeweils mit dem ursprünglichen Original gestackt.

"Verwendungen" speichere ich eigentlich nicht in Aperture. Wenn ich Fotos entwickle, öffne ich es aus Aperture in PhotoLine und skaliere/schärfe es für die gewünschte Ausgabegröße. Dazu kann man auch gut mit Aktionen arbeiten um häufige Fälle zu vereinfachen. Das Resultat geht zu Saal Digital und wird im Anschluss wieder gelöscht. Es kommt selten vor, dass ich Fotos mehrfach zu unterschiedlichen Zeiten in exakt den gleichen Bedingungen ausbelichten lasse - ein Speichern macht also eher wenig Sinn.

Ähnlich geht es bei Webbildern - die öffne ich auch aus Aperture in PhotoLine - bringe sie in Form und speichere sie dann per Webexport. Hier überlege ich tatsächlich, ob ich mal eine eigene "Verwendungsbibliothek" anlege - weil ich diese Bilder durchaus häufiger weiterverwenden würde. Da bin ich noch am überlegen, aber tendiere zu einem Workflow mit referenzierten Bildern, bei der ich PLDs beilege. Eventuell werde ich dafür aber auch DevonThink einsetzen, welches ich bereits zum Ablegen von allerlei Papierkram benutze und welches PLD-Bilder immerhin so anzeigt wie der Finder.

ObiTobi wrote:Auf jedem Fall funktioniert Aperture besser mit PhotoLine wenn man PSD als Dateiformat verwendet besser als mit PhotoShop.


Das verstehe ich nicht so richtig - welche Probleme hast Du denn hier in Zusammenhang mit PhotoShop, was bei PhotoLine trotz nicht-nativem Format besser geht?

ObiTobi wrote:Ich schaue mir das ganze noch gut eine Woche lang, vielleicht auch zwei und wenn ich für mich und mein Workflow kein gangbaren Weg finde, schmeisse ich wohl das ganze weg und werde mich mit Lightroom und PhotoShop anfreuen (müssen).


Ich könnte mir vorstellen, dass Du damit wirklich besser fährst. Der von Dir anfangs beschriebene Workflow deutet an, dass jedes Deiner Fotos intensiv bearbeitet wird - also über die Standardbordmittel von Aperture oder Lightroom hinaus. Gleichzeitig sind es offenbar so viele, dass PhotoLine oder PhotoShop zum reinen Verwalten nicht mehr reicht. Eigentlich sollte Aperture+PhotoShop genauso gehen - weshalb ich mich über Deine diesbezüglichen Erfahrungen etwas wundere (und interessiert daran bin); immerhin ist das genauso als "Standardkombo" gedacht wie LR+PhotoShop.
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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby ObiTobi » Mon 20 Feb 2012 08:54

Neonsquare wrote:Nun - der von Dir im Eingangspost aufgezeichnete Workflow ist zusammen mit Aperture meiner Meinung nach recht sinnlos. Für meine Zwecke (!) sind dabei 4,5,6,7,8 völlig unnötig. Und das Handling von Web/Print ebenfalls. Das hat mehrere Gründe:


Lass es bitte an der Stelle mir selbst entscheiden ob etwas was ich mache oder machen will Sinnlos ist oder nicht. Im zweiten Satz schreibst Du schon "Für meine Zwecke..." und hier haben wir scheinbar unterschiedliche Anforderungen und Ansprüche.

Neonsquare wrote:1) Das Rauschproblem und andere Kameraprobleme stellt sich mir offenbar nicht so sehr, als dass ich da mit PhotoLine jedes Bild bearbeiten muss. Im Normalfall sind nur Anpassungen in Aperture nötig.


Auf Deutsch gesagt - Rauschen reduzieren bedeutet "Matsch" hinzufügen. Warum soll ich mein Objekt was scharf abgebildet ist durch "Matsche" zerstören ?

Neonsquare wrote:2) Das resultierende Foto ist verwendungsunabhängig - ich optimiere in Aperture nicht für Print oder Web - Bei Aperture wird ja erst beim Export darüber entschieden.


Es ist allgemein Bekannt, dass Schärfen nun mal das letzte Arbeitsschritt sein soll. Von der Seite wäre diese Vorgehensweise völlig OK. Hier stellt sich aber ein anderes Problem dar. Bei Skalierung geht die Qualität unterschiedlich verloren. Im Klartext heisst es man bekommt ein anderes Ergebnis wenn man ein Foto mit der Auflösung 6000px (eine Kante) auf 1000px (eine Kante) auf 1 Schlag skaliert, als wenn man es in mehreren Schritten macht. Auch wenn auf den ersten Blick viele Leute in der Welt es für Woodoo halten - nein es ist kein Woodoo sondern hat mit dem verfahren an sich zu tun und mit der Tatsache was genau beim Skalieren ob nach oben oder unten mit den Pixeln passiert.

Neonsquare wrote:D.h. Die meisten der Fotos (pro Session locker 1000) sehen PhotoLine niemals


Das ist bei mir auch in etwa so. Nur die Fotos die ich gut finde, möchte ich mit der bestmöglicher Qualität bearbeiten, und diese bieten Tools wie Aperture nun mal nicht. Soll an der Stelle keine Kritik an Aperture sein. Das Programm ist wie LR für die Masse an Bildern ausgerichtet und nicht aus einem einzelnem alles was möglich ist rauszuholen. Da sind Tools wie PL, Gimp, PhotoShop gefragt.

Neonsquare wrote:Das verstehe ich nicht so richtig - welche Probleme hast Du denn hier in Zusammenhang mit PhotoShop, was bei PhotoLine trotz nicht-nativem Format besser geht?


Das hat mit Dateiformat nicht zu tun.
Folgendes:
1. Ich klicke ein Bild in Aperture und wähle "Bearbeiten mit Photoshop".
2. PhotoShop wird gestartet mit dem von Aperture übergebenem Bild
3. Jetzt gehe ich mit Lasso und wähle etwas aus
4. Auswahl speichern. Es wird ein neues Kanal "Alpha 1" erstellt
5. Auswahl umkehren und z.B Filter/ Rauschen reduzieren wählen.
6. Nach dem Vorgang. Datei Speichern.

Das Ergebnis sieht so aus wie auf dem Screenshot
Bildschirmfoto 2012-02-20 um 07.14.32.png



Neonsquare wrote:Der von Dir anfangs beschriebene Workflow deutet an, dass jedes Deiner Fotos intensiv bearbeitet wird - also über die Standardbordmittel von Aperture oder Lightroom hinaus. Gleichzeitig sind es offenbar so viele, dass PhotoLine oder PhotoShop zum reinen Verwalten nicht mehr reicht. Eigentlich sollte Aperture+PhotoShop genauso gehen - weshalb ich mich über Deine diesbezüglichen Erfahrungen etwas wundere (und interessiert daran bin); immerhin ist das genauso als "Standardkombo" gedacht wie LR+PhotoShop.


Intensiv sicherlich nicht aber das was ich da tue soll "perfekt" sein. Es sind gar nicht so viele Bilder - ich sag mal so: letztens war ich 2 Tage Vögel fotografieren. es sind ca. 1000 Fotos. Davon sind es vielleicht 10 Fotos (wenn überhaupt) die ich wirklich ganz, ganz toll finde. Die werden eben bearbeitet und ggf. Ausgedruckt oder was auch immer.
Dann gibt es auch viele Bilder die nicht schlecht sind. Die behalte ich zwar, muss sie aber nicht bearbeiten.

Im Moment prüfe ich die Vorgehensweise die Du beschrieben hast - mit der daneben liegender PLD Datei. Ist schon Aufwand und etwas umständlich aber führt immerhin zum Ziel. Und so lange es eine überschaubare Anzahl an Fotos bleiben, kann es vielleicht "der Weg" sein.

Gruß Robert
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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby Neonsquare » Mon 20 Feb 2012 22:48

ObiTobi wrote:
Neonsquare wrote:Nun - der von Dir im Eingangspost aufgezeichnete Workflow ist zusammen mit Aperture meiner Meinung nach recht sinnlos. Für meine Zwecke (!) sind dabei 4,5,6,7,8 völlig unnötig. Und das Handling von Web/Print ebenfalls. Das hat mehrere Gründe:


Lass es bitte an der Stelle mir selbst entscheiden ob etwas was ich mache oder machen will Sinnlos ist oder nicht. Im zweiten Satz schreibst Du schon "Für meine Zwecke..." und hier haben wir scheinbar unterschiedliche Anforderungen und Ansprüche.


Robert, es liegt mir fern mich zu streiten, deshalb bitte ich Dich doch bitte sowohl die Formulierung "Meiner Meinung nach" als auch "Für meine Zwecke" zu beachten und mir aus meiner Bemühung keinen Strick zu drehen. Nichtsdestotrotz ergibt dein Workflow in dieser Form wenig Sinn mit Aperture - ob das nun am Workflow oder am Werkzeug liegt ist erst mal egal.

ObiTobi wrote:
Neonsquare wrote:1) Das Rauschproblem und andere Kameraprobleme stellt sich mir offenbar nicht so sehr, als dass ich da mit PhotoLine jedes Bild bearbeiten muss. Im Normalfall sind nur Anpassungen in Aperture nötig.


Auf Deutsch gesagt - Rauschen reduzieren bedeutet "Matsch" hinzufügen. Warum soll ich mein Objekt was scharf abgebildet ist durch "Matsche" zerstören ?


Ich habe nichts von "Rauschen reduzieren" gesagt. Allerdings gibt es heute als bezahlbare Investition Kameras, die außerordentlich rauscharme RAW-Bilder bringen. Noch dazu mit 16MP oder gar mehr. Auch die Rauschfilteralgorithmen in der Nachbearbeitung sind verdammt gut geworden. Ich mag NeatImage, weil man da sehr viel Kontrolle über die Signalfrequenzen hat. Allerdings ist das hier wirklich extrem selten nötig.

ObiTobi wrote:
Neonsquare wrote:2) Das resultierende Foto ist verwendungsunabhängig - ich optimiere in Aperture nicht für Print oder Web - Bei Aperture wird ja erst beim Export darüber entschieden.


Es ist allgemein Bekannt, dass Schärfen nun mal das letzte Arbeitsschritt sein soll. Von der Seite wäre diese Vorgehensweise völlig OK. Hier stellt sich aber ein anderes Problem dar. Bei Skalierung geht die Qualität unterschiedlich verloren. Im Klartext heisst es man bekommt ein anderes Ergebnis wenn man ein Foto mit der Auflösung 6000px (eine Kante) auf 1000px (eine Kante) auf 1 Schlag skaliert, als wenn man es in mehreren Schritten macht. Auch wenn auf den ersten Blick viele Leute in der Welt es für Woodoo halten - nein es ist kein Woodoo sondern hat mit dem verfahren an sich zu tun und mit der Tatsache was genau beim Skalieren ob nach oben oder unten mit den Pixeln passiert.


Es gibt ganz unterschiedliche Anwendungsfälle für Schärfen. Ein RAW "Pre-Sharpening" ist z.B. logischerweise nicht die letzte Aktion. Bei einem nichtdestruktiven Workflowtool wie Aperture kümmert sich sowieso das Tool um die korrekte Reihenfolge. Das Schärfen in Aperture ist an und für sich adaptiv zur Ausgabe-Größe, aber natürlich kann man durch manuelles Schärfen und skalieren mehr rausholen. Deshalb nutze ich dafür eben oft den Weg über PhotoLine und nicht über den Aperture-Export.

Aber der eigentliche Knackpunkt ist die Unterscheidung zwischen "Ablage" und "Verwendung" - Du scheinst jedes Bild bis zur Verwendung durchzuoptimieren und erst die Verwendung abzulegen - ich lege die Verwendungen üblicherweise nicht ab, weil sie

1) Oft nur einmal gebraucht werden
2) Wenig Kreativität in ihrer Erstellung liegt (ist meistens "kopflos" wiederholbar)

Davon gibt es natürlich Ausnahmen - weshalb ich über einen eigenen "Verwendungsworkflow" nachdenke.

Neonsquare wrote:D.h. Die meisten der Fotos (pro Session locker 1000) sehen PhotoLine niemals


ObiTobi wrote:Das ist bei mir auch in etwa so. Nur die Fotos die ich gut finde, möchte ich mit der bestmöglicher Qualität bearbeiten, und diese bieten Tools wie Aperture nun mal nicht. Soll an der Stelle keine Kritik an Aperture sein. Das Programm ist wie LR für die Masse an Bildern ausgerichtet und nicht aus einem einzelnem alles was möglich ist rauszuholen. Da sind Tools wie PL, Gimp, PhotoShop gefragt.


Ich wäre nicht hier, wenn Aperture für alles geeignet wäre. Obwohl ich in der Vergangenheit sogar schon ganze Gärtner aus Hochzeitsfotos in Aperture herausgestempelt habe ;-). Trotzdem: Skaliert wird keines der abgelegten Bilder - das Resultat ist immer in voller Auflösung. Skaliert wird bei mir nur für die Verwendung und das üblicherweise in PL und meistens ohne anschließende Ablage.

ObiTobi wrote:
Das hat mit Dateiformat nicht zu tun.
Folgendes:
1. Ich klicke ein Bild in Aperture und wähle "Bearbeiten mit Photoshop".
2. PhotoShop wird gestartet mit dem von Aperture übergebenem Bild
3. Jetzt gehe ich mit Lasso und wähle etwas aus
4. Auswahl speichern. Es wird ein neues Kanal "Alpha 1" erstellt
5. Auswahl umkehren und z.B Filter/ Rauschen reduzieren wählen.
6. Nach dem Vorgang. Datei Speichern.

Das Ergebnis sieht so aus wie auf dem Screenshot
Bildschirmfoto 2012-02-20 um 07.14.32.png



Aperture stellt Alphakanäle nicht korrekt dar - das sollte eigentlich unabhängig von Photoshop sein. das Bild ist aber ansonsten trotzdem ein korrektes, von Aperture unangetastetes PSD. Ein erneutes öffnen in PS zeigt das korrekte Bild.

ObiTobi wrote:Im Moment prüfe ich die Vorgehensweise die Du beschrieben hast - mit der daneben liegender PLD Datei. Ist schon Aufwand und etwas umständlich aber führt immerhin zum Ziel. Und so lange es eine überschaubare Anzahl an Fotos bleiben, kann es vielleicht "der Weg" sein.


Es ist leider umständlich - eben weil man die PLDs nicht einfach direkt adressieren kann. Deshalb ja auch meine Idee mit dem Hybridformat (Ideal) oder eben dem Hack per Plugin.
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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby ObiTobi » Tue 21 Feb 2012 08:03

Neonsquare wrote:Robert, es liegt mir fern mich zu streiten, deshalb bitte ich Dich doch bitte sowohl die Formulierung "Meiner Meinung nach" als auch "Für meine Zwecke" zu beachten und mir aus meiner Bemühung keinen Strick zu drehen.

Strick zu drehen oder streiten liegt mir sicherlich fern, zumindest so lange man die Vorgehensweise oder Ideen von anderen nicht als "Sinnlos" bezeichnet.
Um das etwas zu verdeutlichen - es wird vielleicht gute Gründe für mich geben warum ich es in der Form speichern will. Wie Du es beschreibst "Ablage" und "Verwendung". Nur durch diese Vorgehensweise bin ich in der Lage sicher zu sein, dass wenn ich ein Bild 2-tes Mal Ausdrucken oder weitergeben will oder muss das Ergebnis genau dem ersten entspricht. Alles andere ist im besten Fall "in etwa so".

Neonsquare wrote:Ich habe nichts von "Rauschen reduzieren" gesagt. Allerdings gibt es heute als bezahlbare Investition Kameras, die außerordentlich rauscharme RAW-Bilder bringen. Noch dazu mit 16MP oder gar mehr. Auch die Rauschfilteralgorithmen in der Nachbearbeitung sind verdammt gut geworden. Ich mag NeatImage, weil man da sehr viel Kontrolle über die Signalfrequenzen hat. Allerdings ist das hier wirklich extrem selten nötig.


Nun, wenn jemand wie in diesem Fall Du schreibt: "1) Das Rauschproblem und andere Kameraprobleme stellt sich mir offenbar nicht so sehr, als dass ich da mit PhotoLine jedes Bild bearbeiten muss. Im Normalfall sind nur Anpassungen in Aperture nötig.", dann geht es in meinen Augen im Rauschen reduzieren oder was genau machst Du damit in Aperture?
Weiter ist es natürlich so, dass es Kameras gibt die deutlich bessere Rauschverhalten haben als andere. Das gilt aber nicht für alle Kameras und auch wenn jemand es als akzeptabel ansieht, darf ich bitte anderer Meinung sein.
Hier auch ein Beispiel: nach dem Umstieg von Sony zu Canon, kaufte ich mir die 5DMKII und die 7D. Bei der erster Kamera kann ich relativ Bedenkenlos auf ISO 1000 gehen und mir kaum Gedanken um rauschen machen müssen. Bei der 7D sieht es schon ganz anders aus. Je nach Motiv/ Hintergrund sehe ich es schon mal als kritisch an.

Neonsquare wrote:Es gibt ganz unterschiedliche Anwendungsfälle für Schärfen. Ein RAW "Pre-Sharpening" ist z.B. logischerweise nicht die letzte Aktion. Bei einem nichtdestruktiven Workflowtool wie Aperture kümmert sich sowieso das Tool um die korrekte Reihenfolge. Das Schärfen in Aperture ist an und für sich adaptiv zur Ausgabe-Größe, aber natürlich kann man durch manuelles Schärfen und skalieren mehr rausholen. Deshalb nutze ich dafür eben oft den Weg über PhotoLine und nicht über den Aperture-Export.


Ganz genau um mehr ging mir auch nicht.

Neonsquare wrote:Aber der eigentliche Knackpunkt ist die Unterscheidung zwischen "Ablage" und "Verwendung" - Du scheinst jedes Bild bis zur Verwendung durchzuoptimieren und erst die Verwendung abzulegen - ich lege die Verwendungen üblicherweise nicht ab, weil sie

1) Oft nur einmal gebraucht werden
2) Wenig Kreativität in ihrer Erstellung liegt (ist meistens "kopflos" wiederholbar)

Davon gibt es natürlich Ausnahmen - weshalb ich über einen eigenen "Verwendungsworkflow" nachdenke.


Sorry aber nur weil Du erst über ein "Verwendungsworkflow" nachdenkst, bezeichnest Du meine Vorgehensweise als Sinnlos?

Neonsquare wrote:Ich wäre nicht hier, wenn Aperture für alles geeignet wäre.


Deswegen soll man sich auch gerne austauschen damit JEDER für sich aus den Tools die er/ sie verwendet das Optimum rausholen kann.

Neonsquare wrote:Aperture stellt Alphakanäle nicht korrekt dar - das sollte eigentlich unabhängig von Photoshop sein. das Bild ist aber ansonsten trotzdem ein korrektes, von Aperture unangetastetes PSD. Ein erneutes öffnen in PS zeigt das korrekte Bild.


Ja und gerade deswegen ist es für mich ein K.O was die "Zusammenarbeit" zwischen Aperture und PhotoShop angeht. Zumal wie ich schon geschrieben habe, es funktioniert wenn die PSD Datei 8Bit/ Farbkanal hat.

Neonsquare wrote:Es ist leider umständlich


Das ist es in der Tat, führt aber erst mal zum gewünschten Ziel. Das ist so ein Punkt wo ich für mich sage - "jetzt gibt es eine Vorgehensweise die zum Ziel führt. Der Weg ist umständlich und aufwendig."
Dann stelle ich mir einige Fragen:
- kann ich mit so einem Workflow leben oder ist es so umständlich, dass ich es meiden werde?
- kann ich an dem Workflow etwas ändern/ optimieren ohne die verwendete Tools austauschen zu müssen?
- mit welchen anderen Tools kann ich mindestens gleiches Ergebnis erziehen wie jetzt aber durch weniger Aufwand?
...
...


Jetzt aber noch ein gutes Wort :D - das wirst Du wahrscheinlich gar nicht mehr im Kopf haben - Du warst derjenige in mi-fo der mich auf PL überhaupt aufmerksam gemacht hat. Dafür auf jedem Fall - viele Dank.

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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby Neonsquare » Tue 21 Feb 2012 10:20

@Robert
Tut mir wirklich leid dass Du das "sinnlos" so persönlich nimmst. Ich arbeite schon ziemlich lange mit Aperture und glaube durchaus einschätzen zu können, was damit eine wenig zielführende Benutzung ist. Ich Wünsche Dir jedenfalls viel Spaß und Erfolg bei Deinem Tun und werde mich lieber raushalten.
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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby ObiTobi » Tue 21 Feb 2012 12:54

Neonsquare wrote:@Robert
Tut mir wirklich leid dass Du das "sinnlos" so persönlich nimmst.


Ja habe ich. ich bin womöglich in letzten Wochen etwas "dünnhäutig" geworden.

Neonsquare wrote:und werde mich lieber raushalten.


Na das sollst und musst Du ja gar nicht. Ich hätte mir einfach etwas mehr Verständnis für "andere" Ansichten oder Vorgehensweisen gewünscht.

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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby Ashcraaft » Fri 09 Mar 2012 11:53

Ich fände es toll, wenn die Entwickler sich mal an Media Pro als sehr offenherzige und umfassende Medienverwaltung dranhängen würden damit das PLD-Format zumindest Einzug in eine der 3 bezahlbaren und bekannten Medienverwaltungen auf dem Mac findet.

http://www.application-systems.de/mediapro/
http://www.phaseone.com/de-DE/Software/ ... s-new.aspx
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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby ObiTobi » Fri 09 Mar 2012 19:33

Ja, hatte ich auch schon daran gedacht die Entwickler hier direkt anzusprechen und ggf. auch eine Mail an Phase One.
Zusammen mit dem RAW Konverter Capture One hätte das ganze Paket schon was in sich :D

Gruß Robert
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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby Ashcraaft » Fri 09 Mar 2012 20:13

ObiTobi wrote:Ja, hatte ich auch schon daran gedacht die Entwickler hier direkt anzusprechen und ggf. auch eine Mail an Phase One.
Zusammen mit dem RAW Konverter Capture One hätte das ganze Paket schon was in sich :D

Gruß Robert
Jo, das wäre Hammer! Habe übrigens heute bei ASH ein vergünstigtes Crosscrade von der "Medienverwaltung" PhotoLine auf Media Pro gemacht... *ZACK*... 70 Euro gespart :D
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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby ObiTobi » Fri 09 Mar 2012 21:05

Hammer wäre es vielleicht aber ich bin noch lange nicht in Euphorie-Stimmung.

Habe gerade versucht an Phase One Mail zu schicken über Contact us. Leider landet man auf eine IIS Seite die einem erklärt wie toll IIS ist ;)
Und vorher schon ist mir aufgefallen, dass man nicht gerade viel in so einem Kontaktforular schreiben darf. Wird einfach abgeschnitten.

Das ganze wurde glaube ich eh nur dann funktionieren können wenn die PL Entwickler einen Einblick in das PLD Format gewähren wurden. Ob das allerdings erwünscht ist.....steht auf einem ganz anderem Blatt Papier. Ein kurzes Statement dazu wäre sicherlich auch hilfreich, vielleicht braucht man sich die Mühe mit irgendwelchen Anfragen gar nicht machen.

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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby bkh » Fri 09 Mar 2012 21:41

ObiTobi wrote:Das ganze wurde glaube ich eh nur dann funktionieren können wenn die PL Entwickler einen Einblick in das PLD Format gewähren wurden. Ob das allerdings erwünscht ist.....steht auf einem ganz anderem Blatt Papier. Ein kurzes Statement dazu wäre sicherlich auch hilfreich, vielleicht braucht man sich die Mühe mit irgendwelchen Anfragen gar nicht machen.

Was genau zeigt denn Media One an? Das komplette Bild oder nur eine kleine Vorschau? Letzteres wäre wohl unproblematisch, weil die Entwickler nur offen legen müssten, wie man das Vorschaubild findet. Für Mac OS haben sie auch ein Plugin geschrieben, das im Finder und in der Schnellansicht das Vorschaubild anzeigt. Für eine Vollbildansicht müsste man wohl beim Speichern das komplette fertige Bild in die PLD einbetten (so wie bei PSD), und entsprechend würde das Speichern langsamer, und auch der Speicherplatz steigt u. U. enorm.

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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby ObiTobi » Sun 11 Mar 2012 14:47

bkh wrote:Was genau zeigt denn Media One an?


Gar nichts da die Dateien nicht importiert werden.
Beim Versucht eine *.pld Datei zu importieren wird das kleine Vorschaubild zwar angezeigt, aber dann wird sie einfach "ignoriert".

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Re: PL zum Bearbeiten - womit verwalten?

Postby Ashcraaft » Sun 11 Mar 2012 15:43

ObiTobi wrote:
bkh wrote:Was genau zeigt denn Media One an?


Gar nichts da die Dateien nicht importiert werden.
Beim Versucht eine *.pld Datei zu importieren wird das kleine Vorschaubild zwar angezeigt, aber dann wird sie einfach "ignoriert".

Gruß Robert
Ja, ist leider so. Es gibt aber ein paar Programme die sich prinzipiell offener gestalten als viele andere (Media Pro, Graficconverter, irfanView...) und auch weniger prominente Dateiformate unterstützen und diese Programme sollte man (wenn es denn mit einem Filter für die Entwickler relativ leicht zu bewerkstelligen wäre) meiner Ansicht nach möglichst unterstützen.
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